Acedia Avatar Fashion
Samstag, 29. Mai 2010
Doppelt gemoppelt hält besser
Beim optischen Licht :)) kann man sich aussuchen ob das ein Teilchenstrahl oder eine Welle sein soll. Die Wahl trifft man durch die Art der Beobachtung, bekannt als Doppelspalt Experiment. Das ist ein recht einfaches Experiment welches man zu hause nachbauen kann.
Richtig magisch wird es aber wenn man Licht wegzaubert und dann wieder herzaubert. Das kann jeder. Man braucht dafür 3 Polarisationsfilter. Zum wegzaubern nimmt man zunächst zwei Polfilter und dreht solange bis kein Licht mehr durch die Filter gelangt. Hergezaubert wird das Licht dann wieder mit dem dritten Filter. Verdreht man diesen fällt die Lichtsperre der beiden anderen zusammen, es kommt wieder Licht durch.
Soweit ich weis ein immer noch ungeklärtes Rätsel. Wer das löst hat seinen Doktortitel wenn nicht sogar einen Nobelpreis. Immer ran an die Buletten.
Es gibt zwei Arten von Antennen, elektrische und magnetische. Am einfachsten sind diese durch ihre Bauweise zu unterscheiden. Elektrische bestehen aus einem Stab oder aus einer Kombination von Stäben. Die alte Dachantenne ist so eine elektrische aber auch Handyantennen. Magnetische Antennen besitzen einen Rahmen um den ein Draht gewickelt ist. Solche magnetischen Antenne haben den Vorteil unempfindlicher gegen Störstrahlung zu sein da diese zumeist nur einen geringen magnetischen Anteil besitzen. Der Nachteil ist, sie sind viel größer.
Moderne Telekommunikation soll sicher, klein und leistungsfähig sein. Vieles läuft über Richtfunkstrecken ab. Diese sind nicht so störanfällig und sind energiesparsam. Was zunächst wie ein Sicherheitvorteil aussieht kann schnell zum gegenteil werden. Man braucht nur eine magnetische Antenne in den Richtfunkstrahl zu bringen um die Kommunikation nachhaltig zu stören. Für denjenigen der das will erweist sich der Nachteil von magnetischen Antennen als Vorteil. Weil die so groß sind braucht man nicht mehr so genau zielen um so einen Funkstrahl abzufischen. So ein Vorgehen ist in der BRD strafbar, auch die Verwendung von elektrischen Feldern vom DLF zur Stromversorgung seiner LED's ist nicht gestattet.
Ein echtes Problem aber sind Wellenfischer ohne Vorsatz. Grundsätzlich ist jeder metallische Rahmen eine magnetische Antenne und jeder Stab eine elektrische, ob man nun will oder nicht
Freitag, 3. Oktober 2008
Paradoxien abgeschafft
John Archibald Wheeler geboren am 09 Juli 1911 starb am 13 April 2008. Er war theoretischer Physiker und Professor an der Princeton University. Seine Bemühungen zur Integration der Gravitation in die Quantenphysik bilden die Grundlage der Eichtheorien. Weitere Forschungsgebiete waren die Schwarzen Löcher deren Namensgeber er war und Wurmlöcher.
Seinen Schüler Hugh Everett unterstützte er bei der Formulierung der Viele Welten Theorie. Dieses sagt in etwa folgendes: Unbeobachtete Teilchen befinden sich in einem Überlagerungszustand (Schrödinger). Der Spin des Teilchens kann z.B. entweder nach oben oder unten zeigen. Wohin der Spin zeigt können wir erst nach Beobachtung des Teilchens sagen. Nach Everett entscheidet sich das Teilchen aber nicht wohin der Spin zeigt sondern realisiert beide Erscheinungsformen. Die eine können wir in unserer Welt sehen, die andere begründet eine neue Welt, ein neues Universum. Eine atemberaubende Vorstellung denn solche quantischen Entscheidungsprozesse finden permanent statt. Das bedeutet, daß auf unsere bekannte Welt in der wir leben nahezu unendlich viele weitere Welten kommen. Und es werden immer mehr.
Nun kann man hergehen und jedem realisierten Quantenzustand eine Zahl zuordnen. Die Summe dieser Zahlen wäre dann die Zahl unseres Universums zu einem bestimmten Zeitpunkt. Jedes andere Universum zum gleichen Zeitpunkt hat seine eigene Zahl, die Universen sind dadurch klar voneinander Unterscheidbar.
Ein beliebtes Thema in Science Fiction Romanen ist die Zeitreise und die damit verbundenen Paradoxien. Der lebensmüde Zeitreisende reist also in die Vergangenheit um seine Eltern vor seiner Geburt zu töten. Das paradoxe an der Situation, wenn der Zeitreisende erfolgreich mit seiner Tat war und er nie geboren wurde, wer hat dann seine Eltern getötet?
Hier bietet die Viele Welten Theorie eine Lösung an, nicht für den lebensmüden Zeitreisenden sondern für das Ausbleiben einer Paradoxie. Von der Vergangenheit bis in die Zukunf, für jeden beliebigen Zeitpunkt besitzt unser Universum eine eigene Zahl. Für die Vergangenheit sind diese Zahlen festgelegt, für die Zukunft offen. Ein Zeitreisender in die Vergangenheit würde diese Zahl alleine schon durch seine Anwesenheit verändern was in der Folge zu einem neuen Universum führt. Tötet der Zeitreisende nun seine Eltern wird es in diesem neuen Universum ihn in Zukunft nicht geben, aber eben zunächst nur in diesem Universum und später in den folgenden. In seinem eigenen ist alles beim alten. Auch ein bereisen aller andere Universen würde nichts an diesem Umstand ändern. Der lebensmüde Zeitreisende hat lediglich Möglichkeit als omniversaler Eltern Massenmörder in die Geschichte einzugehen.
(Erstveröffentlichung 17.07,2008)
